Ausbildung für Gymnastikpädagogin
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Unterrichtsfächer
Stand 2006

Körperbildung und Bewegungsschulung

Die Studierenden lernen über ein vielseitiges Bearbeiten von Körper- und Bewegungsthemen und über ein variiertes Angebot von Übungs-
situationen ein reiches Bewegungsmaterial kennen. Ziel ist, mit Neugierde und Freude an der Bewegung differenziertes Körperbewusstsein, korrekte Haltung, ausgewogene Körper-
spannung, Koordination, gute Beweglichkeit und erhöhtes Durchhaltevermögen zu schulen.

Bewegungsschulung mit Handgeräten

Gymnastikball, Reifen, Therapieball, Seil und Stab sind ausführlich behandelte Handgeräte. Spielerisch werden Geschicklichkeit, Reaktions-
fähigkeit, Kreativität gefördert und es wird gelernt, das Gerät als Hilfsmittel zum Erarbeiten von gymnastischen Zielen einzusetzen. Auch der Einsatz von unkonventionellen Handgeräten wie Tennisball, Ballkissen, Theraband und so weiter wird erarbeitet.

Bewegungsimprovisation

Mit themenbezogenen Aufgaben werden eigene Bewegungsmöglichkeiten gesucht und gelernt mit zeitlichen, räumlichen und dynamischen Aspekten frei umzugehen. Eigene Kreativität und spontanes Zusammenspiel mit Partnern oder in der Gruppe sind Inhalte dieses Faches.

Bewegungsgestaltung,
Elementarer Tanz

Aus der Improvisation entstandene Bewegungs-
motive werden variiert, Bewegungssequenzen zusammengesetzt und bis zu choreographischen Gestaltungen mit und ohne Musik weiterentwickelt.

Internationale Volkstänze

Die unterschiedlichen Tänze aus der ganzen Welt zeigen die Vielfältigkeit und Ursprünglichkeit tänzerischer Sprache. Sie bedingen ausserdem die Auseinandersetzung mit ungewohnten Rhythmen und Taktarten.

Rhythmik, Musik, Stimmbildung

Die Wechselbeziehung von Musik und Bewegung wird bewusst gemacht und die Fähigkeit geschult, Klang, Melodie und Rhythmus zu erfassen. Die Studierenden lernen das Notensystem, das Wiedergeben und Variieren einer Phrase mit einem bestimmten Metrum, verschiedene Schlaginstrumente und die akustische Bewegungsbegleitung unter anderem mit der eigenen Stimme. Ferner gehören Musik-geschichte und Musikanalyse (Stilbestimmung, Aufbau, Form, Phrasierung, Instrumentierung, Taktart) zum Lehrplan.

 

UnterrichtsfächerStand 2000

Anatomie

Der Bewegungsaparat (Skelett, Bänder, Muskulatur) und dessen funktionelle Zusammenhänge werden eingehend behandelt, Haltungs- und Bewegungsmuster analysiert und Korrekturmöglichkeiten aufgezeigt. Auch Grundkenntnisse des Nervensystems, des Muskelstoffwechsels, der Atmung und des Blutkreislaufes werden vermittelt.

Systematik, funktionelle Bewegungslehre

Das vielfältige Bewegungsmaterial wird in bestimmte Bewegungsprinzipien und Bewegungsgrundformen eingeordnet. Die Schulung beruht auf der funktionellen Bewegungslehre der Tänzerin und Pädagogin Rosalia Chladek. In Praxis und Theorie werden physikalische Gesetzmässigkeiten, anato-
misch-physiologische Folgerichtigkeiten und Auswirkungen unterschiedlichen Körper-
verhaltens dargestellt.

Haltungsaufbau und -korrektur sind Themen, die zwar in allen praktischen Fächern beachtet, in der Systematik jedoch theoretisch und praktisch besonders behandelt werden.

Auch Grundlagen der Trainingslehre gehören zum Lehrstoff.

Didaktik, Lehrpraxis und Hospitien

Der gesamte Grundlagenstoff wird nicht nur in Bezug auf die Bewegungsausführung, sondern auch in Bezug auf die Vermittlung an Laien-
klassen behandelt. Unterrichtsvorbereitung und -nachbereitung, Alters- und Lernstufen, Stoffauswahl, themengerechter Aufbau, Verwendung von Hilfsmaterialien, Korrekturen, Zeiteinteilung, Organisation, sowie Lehrer-
verhalten werden besprochen und durch Lehrübungen in der eigenen Klasse und mit Laien erprobt.

Die Studierenden hospitieren bei Bewegungs-/GymnastikpädagogInnen des SBTG.

Berufskunde

Arbeitsmöglichkeiten, Aufbau und Führung eines eigenen Studios, Kundenpflege, Werbung, Budgetierung, Rechte und Pflichten der Selbständigen werden besprochen, sowie Berufsverbände vorgestellt.